5 Tipps für erfolgreiches User Onboarding

Vor ein paar Wochen haben wir in einem Blog Post verschiedene Möglichkeiten des Onboardings vorgestellt. Aufgrund der positiven Resonanz haben wir uns entschieden, noch einmal nachzulegen und einen weiteren Blog Post zu diesem Thema zu verfassen.

Viele User melden sich für eine neue Anwendung an, nur um dann nie mehr zu dieser zurückzukehren. Wie gelingt es Ihnen, mehr Leute von der Aktivierung zu überzeugen und Sign-Ups in aktive User zu verwandeln?

Heute wollen wir Ihnen 5 Tipps für die Erstellung einer erfolgreichen User Onboarding Experience geben. Los geht’s!

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Herausforderungen des User Onboardings

Eine erfolgreiche User Onboarding Experience zu designen ist schwer. Das liegt daran, dass Sie in kürzester Zeit Ihren neuen Usern einen Überblick über das Produkt und dessen Features geben wollen, aber diesen auch nicht mit langen Erklärungen langweilen wollen. Der User soll selbst etwas ausprobieren können, aber das darf die Onboarding Experience auch nicht allzu sehr in die Länge ziehen. Denn wer hat schon Lust 15 Minuten damit zu verbringen, eine neue App kennenzulernen, von der er noch nicht weiß, ob er sie verwenden wird?

Die zweite Schwierigkeit besteht darin, dass Sie – die sich Wochen und Monate mit einem neuen Produkt beschäftigt haben – nun in jemanden hineinversetzen müssen, der noch nie von ihrem Produkt gehört hat.

1. Von Best Practices lernen

Wenn Sie in Ihrem Team über User Onboarding nachdenken, würde ich Ihnen empfehlen, über positive und negative Onboarding Experiences nachzudenken. Eine unschlagbare Resource ist in diesem Zusammenhang Samuel Hulicks Blog “UserOnboard”. Unter der Sektion “Teardown” wird die Onboarding Experience von Produkten wie Apple Music, Basecamp oder Evernote Schritt für Schritt aufgezeigt und kommentiert. Gerade die Kommentare von Hulick sind hilfreich, um zu verstehen, was hier passiert.

apple onboarding

Quelle: http://www.useronboard.com/how-applemusic-onboards-new-users/?slide=11

2. User Aktivierung im Rahmen des Onboardings

Überlegen Sie, wann für Sie ein Onboarding erfolgreich ist und welche Parameter Ihr Onboarding enthalten soll. In unserem Fall von Usersnap ist ein Onboarding erfolgreich, wenn ein User beginnt Screenshots zu erstellen, mit denen er oder sie dann mit Kollegen oder Kunden kommuniziert.

Auch bei Buffer ist das ähnlich. Hier ist der Onboarding-Prozess dann abgeschlossen, wenn der User einen ersten Tweet plant.

onboarding buffer

Quelle: http://www.useronboard.com/how-buffer-onboards-new-users/?slide=26

3. Lassen Sie Ihre User etwas ausprobieren

Viele Leute haben keine Lust, sich durch eine vielschrittige Tour zu klicken. Geben Sie Ihren Usern die Gelegenheit während des Onboardings einige Funktionen Ihres Produkts bereits zu benutzen. Bei Trello wird man z. B. von einem Board mit Tipps empfangen und kann diese schon einmal sortieren, von “Doing” in “Done”; ebenso wie man es bei der täglichen Anwendung auch tun würde.

onboarding trello

Rücken Sie auch beim Onboarding-Prozess den User in den Vordergrund und nicht ihr Produkt. Wie kann der User mit Ihrem Produkt effektiver arbeiten, besser kommunizieren etc. Wie kann dieses Produkt ihm dabei helfen? Überlegen Sie, ob die Bedürfnisse des Users auch im Onboarding-Prozess berücksichtigt werden.

4. Show AND Tell: Tool-Tipps

Ihre Onboarding-Experience ist kein Frontalunterricht. Aber dennoch schätzen viele Leute Tool-Tipps. Überlegen Sie, an welchen Stellen einzelne Tipps angebracht sein könnten. Dies ermöglicht Ihnen Tipps zu geben, wenn User diese konkret gebrauchen können und vermeidet einen Informations-Overload während des Onboardings.

Evernote liefert z. B. kurze Erklärungen, die die Anwendung erleichtern.

evernote onboarding

Quelle: http://www.useronboard.com/how-evernote-onboards-new-users/?slide=74

5. Testen Sie Ihre Onboarding-Experience

Eine Möglichkeit, Ihre Onboarding-Experience zu testen, ist, Beta Tester das Onboarding durchspielen zu lassen. Notieren Sie, wie Ihr User durch eine Onboarding-Erfahrung navigiert, welche Schritte er ausführt, wo er vielleicht stockt. Beobachten Sie dabei auch die Mimik und versuchen Sie herauszufinden, wann ihr User die Anwendung des Produkts verstanden hat.

3 Modi können für das Testen in diesem Zusammenhang hilfreich sein:

  1. Beobachten Sie, wie ein User durch die Onboarding-Experience navigiert
  2. Zeichnen Sie die Kommentare auf, die ein User während der Onboarding Experience macht
  3. Geben Sie Ihrem User nach dem Testlauf einen Fragebogen mit Fragen zu seiner Erfahrung.

Was bringt das? Wenn Sie einen User während der Onboarding Erfahrung sowie danach beobachten und befragen werden Sie zum einen direkte Eindrücke erhalten, zum anderen aber auch erfahren, wie er das Erlebnis rückblickend betrachtet. Ist ihm oder ihr die Onboarding Erfahrung positiv in Erinnerung geblieben? Was hat ihn gestört? Was hat ihm oder ihr gut gefallen? Selbst in der reinen Beobachtung ihrer Test-User liegt sehr viel qualitatives Feedback.

Fazit.

Die perfekte Onboarding-Erfahrung gibt es vielleicht gar nicht. Aber es gibt viele großartige Beispiele, von denen man lernen kann und an denen man Parameter für die eigene Onboarding-Lösung identifizieren kann. Auch wenn viele Unternehmen glauben, ihr Produkt erkläre sich von selbst, sollte doch auch die einfachste App Ihre User abholen und das Produkt spielerisch erklären.

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