Zeitlose Designfeedback-Systeme für Webdesigner

Stellen Sie sich Folgendes vor: Die Webdesignerin Ihres Teams hat die letzten Wochen damit verbracht, an Designentwürfen für eine Ihrer neuen Webseiten zu arbeiten. Sie hat die Usergeschichten perfekt herausgestellt und alle möglichen Userinteraktionen aufgezeigt.

Sie präsentiert die Designentwürfe und Usergeschichten vor dem Team. Und Ihre Designpräsentation endet mit einer simplen Frage: „Und was denkt Ihr?“

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Designfeedback. Die Grundlagen.

Wir bei Usersnap sind riesige Fans davon, nach Feedback zu fragen und dieses zu geben. Egal ob es darum geht, Kundenfeedback oder internes Designfeedback zu bekommen. Aber es gibt viele Fehler, die einem beim Sammeln von Designfeedback unterlaufen können.

Bevor Sie also jemand um Feedback zu Ihrem Design fragen, sollten Sie sich als Designer über die folgenden Fragen bewusst sein:

  • Was ist das allgemeine Ziel des Designs und der Usererfahrung (für Ihre Webseite oder App)?
  • Wer sind die Menschen, die Feedback geben werden? Wie sieht ihr Kontext aus?
  • Wie wird der Designentwurf präsentiert werden?
  • Über welche Kanäle und Formulare muss Feedback bereitgestellt werden?

In den folgenden Schritten werde ich Ihnen zeigen, wie Sie mit Feedback zu Design beginnen können, und wie Sie ein zeitloses Designfeedback-System für Ihr Unternehmen einrichten können.

Diese Schritte beinhalten:

  1. Erwartungen formulieren und managen
  2. Ziele und Arten von Designfeedback definieren
  3. Nach Designfeedback fragen
  4. Teilnehmern ausreichend Zeit für Feedback geben
  5. Was nach dem Feedback passiert

1. Erwartungen formulieren und managen

Um zu vermeiden, unstrukturiertes und nicht verwendbares Feedback zu erhalten, müssen wir vorbereitet sein.

Egal ob es um eine einfache, kleine Funktion geht oder um eine komplexe Unternehmenssoftware. Sowohl Sie als der Designer wie auch Ihr Team müssen Ihre gegenseitigen Ehrwartungen managen.

Sonst hat in der schlimmsten möglichen Situation Ihr Team völlig andere Vorstellungen vom Design als Sie selbst.

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Um die Erwartungen des Designers und des Teams abzugleichen, müssen Ihre Erwartungen an die Ergebnisse des Projekts mit denen des Projektteams übereinstimmen. Diese Fragen können Ihnen dabei helfen, Erwartungen zu formulieren:

  • Was ist das allgemeine Ziel Ihres Projekts?
  • Was sind die Projektergebnisse und wie sieht die Timeline aus?
  • Was sind Limitierungen an Budget und Ressourcen?
  • Was sind existierende Richtlinien und Style-Leitfäden, die beachtet werden müssen?
  • Was sind externe Faktoren (Einflüsse der Märkte und Konkurrenten), die beachtet werden müssen?

Indem Sie eine klare Projektkommunikation und -planung einrichten, werden Sie Zeit, Mühe und Budget sparen.

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2. Ziele und Arten von Designfeedback definieren

In diesem Schritt haben wir immer noch keine Designpräsentation oder einen ersten Designprototypen versendet. Und am wichtigsten, wir haben noch niemanden nach Designfeedback gefragt.

Und das ist toll.

Wir müssen nämlich zuerst sicherstellen, dass die Ziele des Designs erfüllt und die Arten des Feedbacks definiert werden.

Anstatt Designfeedback in informellen Meetings zu diskutieren, macht es Sinn, eine spezifische Art des Designfeedbacks einzurichten, um ein Design voranzutreiben.

Typische Ziele für Designfeedback

  1. Holen Sie sich Feedback zu dem User Flow durch ein Design: Diskutieren Sie den User Flow, indem Sie jede Interaktion untersuchen.
  2. Stellen Sie die stilistische Übereinstimmung sicher: Vergleichen Sie das Design von mehreren Elementen und wie diese neuen Elemente mit den Style-Richtlinien und CI-Anforderungen Ihres Unternehmens zusammenpassen.
  3. Schaffen Sie Raum für einen Wissensaustausch: Erlauben Sie Projektmitgliedern und Kollegen aus verschieden Bereichen (so wie Entwicklung, Verkauf, QS, Kundensupport), Feedback durch ihr Fachwissen zu geben.

Typische Arten von Designfeedback

Wenn ein Designer jemanden darum bittet, einen neuen Designentwurf durchzusehen oder zu kritisieren, dann gibt es nicht nur relevante Ziele (siehe oben), die beachtet werden müssen, sondern auch verschiedene Arten von Feedback.

  • Wie detailliert sollte das Designfeedback sein?
  • Warum fragt der Designer spezielle Personen nach Feedback?

Falls derjenige, der nach Feedback fragt, die befragten Personen nicht anweist nach was er oder sie genau sucht, dann wird das erhaltene Feedback nicht sehr nützlich sein.

Stellen Sie daher lieber sicher, dass die Art von Designfeedback, die Sie erhalten wollen, genau definiert ist. Es könnte eine der folgenden Arten sein:

  • Allgemeines Feedback: Thumbs Up oder Thumbs Down
  • Detailliertes Feedback zu:
    • Vorbestimmte Userreise
    • Bestimmte Designelemente
    • Bestimmte Elemente zur Interaktion
    • Bestimmte Zielseiten
    • Bestimmte CI-Stile oder Markenrichtlinien

Neben all diesen beschriebenen Anforderungen, Zielen und Arten sollte die Vorbereitung des Designfeedbacks Ihnen als Entwickler dabei helfen, Vertrauen aufzubauen. Eine sichere Umwelt mit einem vertrauten Feedbackgeber zu garantieren verbessert die Qualität des Feedbacks selbst.

| „Das beste Feedback, dass ich erhalten habe, kam von Leuten, denen ich vertraue.“

(Quelle)

3. Nach Feedback fragen

Sie haben Ihre Vorbereitungen abgeschlossen und sind jetzt bereit, nach Designfeedback zu fragen. Das ist toll. Abhängig von Ihrem Unternehmensumfeld gibt es wahrscheinlich eine Vielzahl an Optionen.

Egal, ob Sie Ihren Designentwurf in persönlichen Meetings, per Videokonferenz oder per E-Mail präsentieren. Wenn Sie diesen Punkt erreicht haben, dann haben Sie eine Reihe spezifischer Fragen gesammelt, die Sie jetzt an den Feedbackgeber stellen können.

Wenn Sie also nach Designfeedback fragen, dann empfehle ich die folgenden Schritte (egal, ob es ein persönliches Meeting ist oder Sie einen Link zu Ihrem Entwurf versenden):

  1. Machen Sie Ihre Absichten klar und geben Sie einen Kontext: Als Designer, der nach Feedback fragt, sind Sie die verantwortliche Person für die Durchführung des Designfeedback-Prozesses. Klären Sie jegliche Fragen zum Designentwurf.
  2. Präsentieren Sie das Problem, nicht die Lösung: Wenn Sie neue Designentwürfe präsentieren, erklären Sie nicht einfach die Resultate (= Designentwurf). Stellen Sie sicher, dass sich die Diskussion auf das Problem bezieht, das Sie lösen wollen.
  3. Diskutieren Sie das Feedback: Ich weiß, dass es einfach ist, eine E-Mail (oder Slack Nachricht) mit Designfeedback zu versenden. Und wir haben dies alle getan. Es ist jedoch so viel mehr wert, wenn das Feedback tatsächlich diskutiert wird und nicht nur eine Liste von Ideen und Veränderungsanfragen darstellt.

4. Ihren Kollegen ausreichend Zeit für Feedback geben

Sie haben also gerade jemand nach Feedback gefragt. Und Sie erwarten sofort eine umgehende Antwort. Egal, wie gut Sie Ihre Kollegen vorbereitet haben, Sie sollten nicht sofort zuviel Druck auf sie ausüben.

Geben Sie den Leuten Zeit über Ihre Fragen nachzudenken. Um wirklich überdachtes Feedback zu bekommen, stellen Sie sicher, dass die Person nicht überrascht wird und sich nicht bedrängt fühlt.

5. Nach dem Feedback: was passiert jetzt?

Wow. Sie haben es durch den Feedback-Prozess geschafft. Sie haben umfassendes Designfeedback gesammelt und Diskussionen mit Ihrem Team durchgeführt. Gratuliere. Aber wir haben das Ziel des Designfeedback-Prozesses noch nicht ganz erreicht.

Es gibt noch eine zusätzliche Arbeit, die erledigt werden muss, um den Feedback-Loop zu schließen. Nachdem das ganze eingehende Feedback gesammelt ist, stellen Sie sicher, dass Sie die nächsten Schritte an die Leute weiterleiten, die gerade Feedback gegeben haben.

Halten Sie Ihre Kollegen mit neuen Designentwürfen oder Informationen zu den nächsten Projektschritten auf dem Laufenden.

Checkliste für Designfeedback

Eine klare Strategie für Ihr Designfeedback zu haben ist nicht einfach. Vor allem, wenn es hektisch wird. Daher ist es sehr hilfreich, die oben erwähnten Schritte zu verinnerlichen.

Um Ihnen zu helfen haben wir diese Checkliste für Designfeedback zusammengestellt, die Sie downloaden können.

Checkliste für Designfeedback herunterladen!

Fazit

Zeitverzögerungen, unerwartete Kosten oder beschränkte Ressourcen: Viele Herausforderungen können während des Designfeedback-Prozesses auftauchen. Und Fehler passieren, wenn Sie die Rolle des Designfeedbacks unterschätzen.

Abhängig von der Größe Ihres Projektes wird das Managen von Feedback zu einem echten Projektschritt. Es ist wichtig, klare Arbeitsflüsse und Richtlinien zu haben, wenn Sie nach Designfeedback fragen.

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