{"id":1159,"date":"2016-09-15T09:20:09","date_gmt":"2016-09-15T07:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/?p=1159"},"modified":"2017-06-09T13:22:22","modified_gmt":"2017-06-09T11:22:22","slug":"onboarding-erfahrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/onboarding-erfahrung\/","title":{"rendered":"Willkommen: Wie Sie eine gelungene Onboarding-Erfahrung sicherstellen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn Sie eine Software entwickelt haben und dem SaaS-Modell folgen, werden Sie Ihren Usern wahrscheinlich eine kostenlose Testphase erm\u00f6glichen. In dieser Testphase kann Ihr neuer Kunde Ihr Produkt ausprobieren und entscheiden, ob er dieses braucht.<\/p>\n<p>Und genau darin besteht die Schwierigkeit: Denn Sie m\u00fcssen Ihren User \u00fcberzeugen, dass dieser ihr Produkt ben\u00f6tigt und die Verwendung einfach und angenehm ist.<\/p>\n<p>In diesem Artikel will ich daher ein paar Tipps geben, wie Sie einen guten Eindruck machen und eine hervorragende Onboarding-Erfahrung erreichen k\u00f6nnen. Los geht\u2019s!<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<h2>Was bringt ein Onboarding Prozess?<\/h2>\n<p>Ihr User hat sich f\u00fcr eine Testphase bei Ihnen angemeldet, d. h. er oder sie wei\u00df vermutlich schon etwas \u00fcber das Produkt und hat grunds\u00e4tzlich Interesse. Jetzt geht es darum, ihr Produkt und m\u00f6gliche Anwendungen und Features genauer vorzustellen. Folgende Fragen sollten im Onboarding Prozess beantwortet werden (entweder von Ihnen oder aber vom User selbst durch Ausprobieren):<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Features hat ihre App zu bieten und welche sind interessant, besonders wertvoll f\u00fcr den User?<\/li>\n<li>Was sind erste Schritte des Users?<\/li>\n<li>Wie kann sichergestellt werden, das der Kern-Value des Produktes vermittelt wird?<\/li>\n<li>Wo findet er Hilfe bei Fragen?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Onboarding bedeutet also, dass der User vertraut mit Ihrer Seite oder Anwendung wird. Dieser Prozess und wie der User diesen wahrnimmt sind mit entscheidend f\u00fcr das Vertrauen, dass der User Ihnen entgegenbringt und mit welchen Gef\u00fchlen er ihr digitales Produkt verwendet.<\/p>\n<h2>Wie Sie eine gute Onboarding-Erfahrung designen<\/h2>\n<p>Aus UX-Perspektive haben Sie verschiedene M\u00f6glichkeiten, neuen Usern Ihr Produkt vorzustellen. Wichtig ist, dass Ihre User 1. schnell Ihr Produkt und bestimmte Features verstehen und 2. Spa\u00df bei der Entdeckung haben.<\/p>\n<p><b>Der Sinn eines Onboardings ist, dass der User Ihre Anwendung nachher gerne verwendet.<br \/>\n<\/b><\/p>\n<p>Um dies sicherzustellen, will ich drei verschiedene UX Flows im folgenden skizzieren: Die Tour, den Sprung ins kalte Wasser und die Kontextualisierung.<\/p>\n<h2>Die Tour<\/h2>\n<p>Eine Tour erm\u00f6glicht Ihren Usern Ihr Produkt kennenzulernen. Diese kann direkt auf der Begr\u00fc\u00dfungsseite stehen oder aber als Swipe-through neue App-User begr\u00fc\u00dfen. Hier haben Sie Gelegenheit in einem kurzen Tutorial Ihre User zu informieren und zu unterhalten.<\/p>\n<p>Manchmal besteht die Tour auch aus einem schrittweisen Setup-Prozess wie z. B. bei Drift.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1161\" src=\"http:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-16.24.35.png\" alt=\"onboarding drift\" width=\"546\" height=\"542\" srcset=\"https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-16.24.35.png 1246w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-16.24.35-150x150.png 150w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-16.24.35-300x298.png 300w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-16.24.35-1024x1016.png 1024w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-16.24.35-140x140.png 140w\" sizes=\"(max-width: 546px) 100vw, 546px\" \/><\/p>\n<p>Allerdings f\u00fchlt sich ein langes Swipe-Through-Tutorial manchmal durchaus veraltet an. Hier besteht die Herausforderung darin, den User nicht mit Informationen zu \u00fcberfrachten (denn wer merkt sich wirklich die ganzen Features und Buttons?), und ihn gleichzeitig auch nicht zu langweilen.<\/p>\n<p>Oftmals f\u00fchlt sich ein Tutorial an wie \u00a0etwas, das man auf sich nehmen muss, bevor man endlich mit dem Produkt starten kann. Aus eigener Erfahrung muss ich sagen, dass ich nur selten die einzelnen Slides auch wirklich lese und verinnerliche, sondern dass mir dir erste Eindruck von dem Produkt viel wichtiger ist.<\/p>\n<p>Die Herangehensweise ist also hier nicht \u201c<i>Learning by doing<\/i>\u201d, sondern das \u00c4quivalent eines theoretischen Frontalunterrichts, der vor der eigentlichen Praxis steht.<\/p>\n<p>Pro: Der User bekommt einen \u00dcberblick \u00fcber die Features und M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Con: Der User kann das Gelernte nicht sofort ausprobieren.<\/p>\n<h2>Der Sprung ins kalte Wasser<\/h2>\n<p>Wenn man sich bei Snapchat anmeldet, landet man direkt auf dem Kamera-Screen. Das Erste, was man hier sieht, ist das, worauf die Kamera zeigt. Man wird hier mitten ins kalte Wasser geworfen und muss Funktionen und M\u00f6glichkeiten selbst entdecken. Dies mag erkl\u00e4ren, warum die App gerade f\u00fcr die \u00fcber 35-j\u00e4hrigen nicht dieselbe Beliebtheit verzeichnen konnte wie f\u00fcr die j\u00fcngere Generation.<\/p>\n<p>Die Idee von Snapchat ist, das man direkt anf\u00e4ngt, Fotos und Videos zu erstellen. Das Motto des Onboarding-Prozesses ist &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes &#8211; \u201cShow, don\u2019t tell\u201d. Der User soll hier sofort anfangen, Bilder und Videos zu erstellen.<\/p>\n<p>Nach einem kurzen Login-Prozess wird man bei Snapchat zuerst mit dem Kamera-Screen begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1170\" src=\"http:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_1900.png\" alt=\"onboarding snapchat\" width=\"350\" height=\"623\" srcset=\"https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_1900.png 750w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_1900-169x300.png 169w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_1900-576x1024.png 576w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_1900-79x140.png 79w\" sizes=\"(max-width: 350px) 100vw, 350px\" \/><\/p>\n<p>Die Idee ist, dass man, anstatt die App zu erkl\u00e4ren, das Potenzial der App demonstriert.<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnliches Beispiel ist Twitter: Twitter schl\u00e4gt neuen Usern automatisch 20 Accounts vor, denen diese folgen sollen. Die Idee dahinter ist, dass es 20 Accounts + deren Mitteilungen braucht, um Interesse an Twitter zu wecken.<\/p>\n<p>Pro: Der User kann die Funktionen und Anwendungen direkt ausprobieren.<\/p>\n<p>Con: Es erfordert Neugier und Freude an Neuem, sich mit Unbekanntem auseinanderzusetzen, sodass man dieses auch versteht. Je nach Skill-Level des Users kann dies dazu f\u00fchren, dass dieser die Verwendung abbricht und kein Interesse mehr hat.<\/p>\n<h2>Erkl\u00e4rung im Kontext: Lernen on-the-go<\/h2>\n<p>Ein Beispiel einer Anwendung, die beides verbindet ist Trello.<\/p>\n<p>Hier wird mittels Karten erkl\u00e4rt, wie das Karten-System und die Strukturierung funktioniert. Bei Trello gibt es verschiedene Projektstufen, in die Karten eingeordnet werden k\u00f6nnen. Dies bekommt der User direkt am Beispiel erkl\u00e4rt und kann diese Strukturierung direkt ausprobieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1166\" src=\"http:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.05.53.png\" alt=\"onboarding trello\" width=\"530\" height=\"217\" srcset=\"https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.05.53.png 2530w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.05.53-300x123.png 300w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.05.53-1024x419.png 1024w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.05.53-140x57.png 140w\" sizes=\"(max-width: 530px) 100vw, 530px\" \/><\/p>\n<p>Der Vorteil: man kann dort einzelne Schritte direkt ausf\u00fchren und lernen ohne aber mit allzu vielen Informationen \u00fcberfrachtet zu werden. Vielmehr kann man in seiner eigenen Geschwindigkeit lernen.<\/p>\n<p>Diese Herangehensweise gleicht der eines Trainers, der einen bei verschiedenen Lernprozessen begleitet.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ist das auch, wenn man sich das erste Mal bei Slack anmeldet. Hier wird man vom Slackbot aufgefordert, etwas zu tippen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-1165\" src=\"http:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.08.50.png\" alt=\"onboarding slack\" width=\"578\" height=\"340\" srcset=\"https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.08.50.png 2078w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.08.50-300x176.png 300w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.08.50-1024x602.png 1024w, https:\/\/usersnap.com\/de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/Bildschirmfoto-2016-09-08-um-12.08.50-140x82.png 140w\" sizes=\"(max-width: 578px) 100vw, 578px\" \/><\/p>\n<p>Pro: Der User sieht, was die App zu bieten hat und wird aufgefordert, Funktionen gleich auszuprobieren.<\/p>\n<p>Con: User lernen on-the-go was eine Anwendung oder ein Service zu bieten hat. Aber reicht dies aus, um nachhaltiges Interesse zu wecken? Sie k\u00f6nnen User dazu bringen, in Trello eine Karte zu verschieben, aber das bedeutet nicht, dass sie bereits wissen, wie man Mitglieder zu einer Karte hinzuf\u00fcgt oder aber Trello mit Slack integriert.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Ich habe in diesem Blog Post versucht die Eckpunkte von User Onboarding aufzuzeigen. Auf der einen Seite gibt es den Tutorial-Approach, der gewisserma\u00dfen das digitale \u00c4quivalent von Frontalunterricht ist. Auf der anderen Seite gibt es den Sprung ins kalte Wasser, bei dem es darum geht, den User selbst ausprobieren zu lassen. In der Mitte dieser beiden Polen steht eine Kontextualisierung, d. h. Erkl\u00e4rung + gleichzeitiges Ausprobieren des Users.<\/p>\n<p>Ich bin gespannt auf Ihre UX Flows und Beispiele. Wer sich f\u00fcr weitere Onboarding-Beispiele interessiert, dem kann ich folgende Seite von Samuel Hulick sehr empfehlen: <a href=\"http:\/\/www.useronboard.com\/\"  target=\"_blank\"  >http:\/\/www.useronboard.com\/<\/a> Hier werden Onboarding-Prozesse grafisch sehr gut aufbereitet dargestellt und einzelne Schritte und Designs kommentiert.<\/p>\n<p>Viel Spa\u00df beim Entdecken!<\/p>\n<p>Wir von Usersnap hoffen, dieser Post hat Ihnen gefallen und freuen uns, wenn Sie uns auf <a href=\"https:\/\/twitter.com\/usersnap\"  target=\"_blank\"  >Twitter<\/a> folgen. Dort tweeten wir regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Web Development, Webdesign und UAT.<\/p>\n<p><em>Usersnap ist ein Bug Tracking und Screenshot-Tool f\u00fcr jedes Webprojekt. Erhalten Sie sofort Feedback von Ihren Website-Besuchern. 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